5 Kommentare


  1. ·

    So wie früher Romy Haag, so prägt derzeit wohl Caitlyn Jenner das Bild von Transsexuellen. „Boah, sieht aus wie ne echte Frau“. Der Mensch macht sich immer ein Bild des „typischen“ [hier Gruppe einfügen].

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  2. ·

    Was oder wie ist ,, typisch,, Frau? Ich kenne auch ,,typisch,, Frau, die an der Oberlippe einen sehr ausgeprägten Bart hat! Ist diese Person vielleicht deswegen keine Frau!!

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  3. ·

    Für mich persönlich hängt das Wort „typisch“ sehr stark mit dem Wort „normal“ zusammen und der in Wahrheit völlig unlogischen Sehnsucht vieler Menschen danach „normal“ sein zu wollen und auch mit der Tatsache unserer inneren Schubladen.

    In unserer Gesellschaft sind wir sehr stark geprägt von den Medien – egal, ob nun soziale Medien oder dem Fernsehen. Und viele Menschen beziehen hieraus ihre Definition von „normal“.
    Anstatt einfach im wahren Leben die Augen auf zu machen und echte Menschen in all ihren Facetten zu erleben.
    – ich nehme mich hier selbst noch nicht mal aus.
    Es wird vermutlich immer mehr Menschen geben, die wie ich aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr arbeiten (können); nicht in Vereinen sind und kaum noch vor die Türe gehen. So könnte sich dies verstärken.

    Und die Medien lieben diese „Ausreißer“; „außergewöhnliche Menschen und ihre Geschichten“ – so ist für viele der einzige Berührungspunkt mit Trans (und anderen „fremdartigen Lebensformen“) übers TV.
    Dort sieht man dann „Dokumentationen“ über Trans auf ihrem Weg zu sich selbst. Und sehr viele dieser Menschen verlaufen sich anfangs in Extreme.
    Selbst wenn eine Transfrau im TV irgendwann zu sich selbst fände und aufhören würde, wie eine Straßensexarbeiterin auszusehen, dann würde man diese Entwicklung vermutlich nicht mehr im TV zeigen.
    Und so hat vielleicht „Otto Normalverbraucher“ meist die völlig verzerrte TV-Vorstellung von Trans-Menschen im Kopf.

    Ich selbst habe real eine einzige Trans-Frau kennengelernt.
    Und ja – auch sie war auf der Suche nach ihrem Normal.
    Sie war hierbei in die Sexarbeit geraten und fiel mit ihrem weniger guten passing (auch sie war schon über 40) auffallend aus der Rolle des „Normal der Sexarbeiter“.
    Ich glaube aber eher, dass dies nicht „typisch Trans“ war, sondern vielleicht eher ein Zeichen ihrer Zahnarztphobie oder ihr Borderline. Oder auch ein Zeichen dessen, dass sie aus ihrem bisherigen Normal als Arzt massiv ausbrechen und in ein völlig anderes Leben eintauchen wollte.

    Ich selbst wollte früher auch ganz unbedingt „normal“ sein.
    War aber irgendwie nie eine „normale Frau“; eine „normale Mutter“; eine „normale Partnerin“ und noch nicht mal eine „normale Hure“ (auch hierüber gibt es ganz viele „Dokumentationen“).
    Vermutlich ist es einfach auch irgendwann Zeit, dieses „Normal“ an den Nagel zu hängen und nur man selbst zu sein. Und mehr Menschen im Umfeld zu finden, die sie selbst sind, statt „normal“.
    Ich glaube, das befreit, tut gut und ist der einzige Weg, frei zu sein.

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