5 Kommentare


  1. ·

    Einiges davon trifft ebenso auf Lesben und sicher auch auf Schwule zu. Auch Transleute sollten ab und an aufs Verallgemeinern verzichten, wenn es um cis geht.
    Nichts für ungut 😉

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    1. ·

      Ich kann deinen Standpunkt gut verstehen und stimme dir zu. Da sind viele Punkte dabei, die mehr als nur trans* treffen, auch inter* und auch viele andere (ich dachte witzigerweise oft an polyamor lebende Menschen)

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  2. ·

    Ich könnte noch die Gewaltopfer hinzufügen.

    Auch ich kenne diese ganzen Psychoschubladen nur zu gut.
    Verweigerung von Behandlungen; von Anerkennung; das Ernstgenommen-werden…..
    Dass man mir meine persönliche Wahrnehmung als „Irrtum“ definiert und weg nehmen will.
    Meine Gefühle für irrelevant erklärt….

    Unterm Strich ist es einfach verdammt schlimm, dass eine Priorität unserer Gesellschaft darin zu liegen scheint, „Normal zu wirken“.
    Und somit jeder versucht, die Kriterien dieses „Normal“ zumindest augenscheinlich zu erfüllen – was leider auch bedeutet, nach außen hin alles abzulehnen; anzugreifen; zu verleugnen; zu „verbessern“, das „nicht-normal“ erscheint.

    Wohl auch deshalb haben so unsagbar viele Menschen große Probleme mit sich selbst – weil sie insgeheim ganz genau wissen, dass nicht einmal sie selbst die Vorgaben für dieses – in Wahrheit überhaupt nicht definierte – „Normal“ nicht erfüllen.

    Unsere Gesellschaft scheint um nichts in der Welt bereit und fähig zu sein, die Verschiedenartigkeit und den Facettenreichtum von Lebewesen einfach vollkommen zu akzeptieren und hin zu nehmen.
    Mit jenem umzugehen, das IST. Es GUT zu finden.
    Für alles braucht es Schubladen; alles soll „gleich“ sein und muß man „verstehen“ können – und wird es doch niemals wahrhaft können.

    Der Schrank müßte so viele Schubladen haben, wie es Lebewesen gibt – das ist unmöglich.

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  3. ·

    Die Liste regt wirklich zum Nachdenken an. Als cis ist einem wirklich vieles nicht bewusst was man „hat“. Trotzdem musste ich bei ein paar Punkten daran denken das man zb. als Frau auch in vielen Situationen nur danach beurteilt wird wie fett, dürr, gepflegt, geschminkt und hergerichtet man ist, ob man der Vorstellung „Frau“ (=schlank, glattes Gesicht, volles Haar) entspricht. Man muss sich nur die Medien ansehen mit ihren Spekulationen darüber welcher Promi jetzt wohl magersüchtig ist, wer sich „hat gehen lassen“ (was oft nur ein unvorteilhaftes Foto ist) und welches Model vom eigenen Umfeld als hässlich bezeichnet wird (wo man sich selbst dann denkt „nach der Logik müsste ich Quasimodo sein“.
    Trans*frauen trifft dies auf jeden Fall noch härter, aber nicht nur. Ich verstehe auch nicht wieso man immer ein Fass aufmachen muss weil man nicht der Norm entspricht. Die Welt ist voll von spießigen Kleinbürgern die alle anderen an ihr eigenes Weltbild anpassen wollen. Aus Neid? Unbewusster Ordnungszwang? Nicht-Verstehen-Können? Nicht-über-Dingen-stehen-Können? Wut auf etwas das sie selbst nicht greifen können?

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    1. ·

      Wie du es so gut formuliert hast, regt die Liste zum Denken an. Ich ertappe mich auch, dass ich in verschiedenen Kategorien denke und es mir nicht immer leicht fällt, über diesen Horizont hinaus zu denken.

      Und ja, das trifft definitiv nicht nur Trans*

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