13 Kommentare


  1. ·

    Ich denke, wenn es sich um einen seriösen Journalisten handelt, interessiert ihn den Blick in den Schrank insofern, um herauszufinden, was Dich als Frau kleidungsmässig ausmacht. Frauen sind Kleidung einfach wichtig und sie identifizieren sich dadurch.
    In den USA versucht man eigentlich in fast jeder TV Show die Vorurteile abzubauen. Das habe ich in den letzten Jahren beobachten können. Ich finde es schade, dass es noch so viele Berührungsängste gibt, egal ob da oder hier.
    Immerhin gilt jedes 137. Kind in den USA als trangender. Es ist gar nicht so selten und sollte auch nicht so betrachtet werden.

    Antworten

    1. ·

      Du wirst lachen… die seriösen Journalisten haben die festgefahrendsten Vorstellungen. Die jungen Volontare, die hören aufmerksam zu…

      Antworten

  2. ·

    Ich tu mich grad schwer, dir hierzu einen Kommentar zu schreiben, weil ich immer irgendwie fürchte, es könnte der Eindruck entstehen, ich wolle von dir ablenken, weil ich hin sehe zu einem „Darüber“.
    Und dem ist nicht so – ich sehe dich an (hoffe ich doch zumindest).

    Schwierig am TV ist doch leider, dass es nur 2-dimensional ist.
    Und dass weder Gefühle fühlbar, noch Tiefes sichtbar wird.
    Und auch, dass für jeden wahrhaft guten, ernsthaft recherchierten und evtl. verstehen helfenden Beitrag 10 Leute in anderen Sendungen auftauchen, die so dermaßen; so unsagbar überzogen; so vollkommen falsch oder ins lächerlich gezerrte Persönlichkeiten transportieren, dass das Gute der einen Sendung – wenn man sie überhaupt gesehen hat – hierdurch wieder verpufft.

    Letztlich könnte es vermutlich ganz „einfach“ sein, trans* unter Menschen zu sein (nein, nicht der Prozess, aber das Miteinander), wenn die anderen garnicht so viel denken, wissen, verstehen, fragen und bohren müßten/würden.
    Wenn sie einfach akzeptieren würden.
    Kurz mal gucken und weiter – genauso, wie mit anderen auch.
    Oh, ein Mensch!!! – und gut.

    Aber all dieses „Unnormale“, „Exotische“, „Faszinierende“, …. ist bei allen Menschen so, die nicht einer eigentlich nur eingebildeten „Norm“ entsprechen.
    Das gibt es mit all diesen „freiwilligen Huren“ ebenso wie mit den Zwangsprostituierten.
    Mißbrauchs- und Vergewaltigungsopfern.
    Mit den Behinderten, die schwerst leiden ebenso, wie mit jenen Behinderten die sagen „jetzt erst Recht!!!“
    Mit Trans*, Hermaphroditen, Männern mit 2 Penissen
    und weiß der Himmel, welchen Menschen noch alles.

    Man kann nicht einfach AKZEPTIEREN.
    Man will „popeln“
    Und so leisten Menschen wie Du große Arbeit, um zu versuchen, Ignoranten ein Hirn zu aktivieren.
    Oder ein Herz.

    Ich gebe zu, ich hätte Angst.
    Ich würde anderen nicht trauen; mich vielleicht schon.
    Gut, dass Du es tust; dich wagst und nicht aufgibst, wenigstens „etwas“ zu verändern.
    Ich wünsche dir nur positive, gute Erfahrungen.

    Antworten
  3. Tin
    ·

    Liebe Nina,
    super! Wo kann man den Bericht sehen?
    Zum Prozedere: Ich bin sicher, dass Du Dir das alles SEHR gut überlegt hast und dass Du den Reportern/innen zutraust, dass die das nicht sinnentstellend zusammenschneiden. Was die vorher/nachher-Bilder angeht: Ich verstehe, wie sehr Dich das nervt. Ich kenne das aber auch von der anderen Seite, von dort, wo wir dem Zuschauer erklären wollen, um was es geht. Nicht nur zeigen, auch erklären. Wir alle hier, die wir hier mitlesen, kommentieren, Dein Blog und Dein Leben und Deine Transition miterleben dürfen, haben mehr oder weniger viel Ahnung davon. Aber das kann man nicht bei allen Menschen voraussetzen. Und darum müssen gerade solche Fernsehberichte, die in 2-5 Minuten eine Geschichte erzählen, uns einen Menschen näher bringen sollen, erklären, aufklären, zum Abbau von Vorurteilen und Missverständnissen beitragen sollen, eben meist bei Adam und Eva anfangen, jedes Mal, sorry. Erklären, dass Transgendermenschen eben keine Schicki-Micki-Mode-Opfer sind, dass Cis-Menschen vielleicht in der Mehrheit sind, aber alles rechts und links davon eben nicht unnormal ist … Du weißt ja selbst, wie schmal der Grat zwischen Klischee, Vorurteil und Realität ist, wenn man das Ganze abbilden will.
    In diesem Sinne:
    Es wird. Bestimmt. Gut.

    Antworten

    1. ·

      Danke für diesen sehr schönen Kommentar. Da ich ja Fernsehen studiert habe, weiß ich sehr gut, dass man jede Aussage im Schnitt erreichen kann, die man will (ich empfehle: „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond“) aber ich habe einfach beschlossen, dass es wichtiger ist mal an die Öffentlichkeit zu treten… Ich bin einfach neugierig, was rauskommt 🙂

      Antworten
  4. Tin
    ·

    Wow! Das war doch richtig gut! Der Artikel war ok, das Video/Interview dazu fand ich richtig gut. Ihr kommt beide supersympathisch rüber. Und wer Dir zuhört, müsste eigentlich auch verstehen, was die Geschichte ist.
    Der Beitrag im Privatfernsehen war auch erstaunlich *grins* gut, halt megahektishc gesprochen und textlich – naja, vergleichsweise ok. Ich hätte mir da gewünscht, dass die Reporterin versucht, näher an Dich ranzukommen, es blieb ein bisschen an der Oberfläche – viel Text, wenig Nina. Aber vielleicht war das ja erst der Anfang …
    In jedem Fall: Supermutig, gut, richtig, Danke! Und so konnten Deine Leserinnen und Leser Dich auch mal in echt sehen und hören ;-).

    Antworten

  5. ·

    Wenn Du das alles schreibst, warum die Fragen „falsch“ sind, finde ich das total logisch. Ich muss aber gleichzeitig zugeben, dass ich da vorher nicht drauf gekommen bin. Wenn „nicht böse gemeint“ genauso wie „gut gemeint“ eben nicht gut ist…
    Ich bin Dir so dankbar für Dein Blog, weil ich dadurch soviel über dieses Thema erfahre. Also glaube mir bitte, dass wenn ich mal eine blöde / „falsche“ Frage stellen sollte, das garantiert nicht so gemeint ist. Für mich zählt nur der Mensch an sich – nicht sein Geschlecht, nicht seine Sexualität – nein, sein Charakter!
    Und auch wenn ich Dich „nur“ von Deinen Texten her „kenne“: ich finde, Du bist toll!

    Antworten

    1. ·

      Du hast sicher schon gemerkt, dass ich auch Fragen beantworte, die nicht so 100% gut sind. Das ist Teil von Aufklärung. Ich sage dann meistens auch, dass die Frage nicht unbedingt eine ist, die man anderen trans Personen einfach so stellen sollte

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere