Das 1. Mumu Jubiläum

Diese Woche (am 26.9.) hatte ich den ersten Jahrestag meiner OP. Unvorstellbar, wie die Zeit vergeht. Ich wurde gefragt, wie es mir denn ginge. Und ich überlege noch immer, was da die beste Antwort wäre:

Die OP verlief so gut, dass ich die meiste Zeit nicht über meine Genitalien nachdenke.

Ja, das ist das, was mich an der OP am meisten überrascht hat. Den Großteil meines Lebens war etwas falsch an mir und ich fühlte mich unwohl. Ich dachte viel darüber nach, viel mehr als wahrscheinlich andere Menschen.

Vor der OP war das sehr viel deutlicher und irgendwie drehte sich jeder Tag um die OP, die Risiken usw. Es war anstrengend. Ich war anstrengend. Ich glaube in solchen Phasen der Transition gehe ich meinem Umfeld ein wenig auf die Nerven.

Dann kam die OP und der hashtag #mumu4nina… Ach, diese vielen Bilder von Menschen, die ihre Nasenspitze mit gekreuzten Fingern. Ich habe mir in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Bilder nochmal angesehen ❤️

Nach der OP, erst im Krankenhaus, dann zuhause,lag ich viel da. Ich durfte nur liegen und ich wünschte mir: „einen Tag, an dem ich nicht an meine Genitalien denken muss!“

Nun habe ich genau das erreicht. Und davon habe ich noch vor einem Jahr, nicht einmal zu träumen gewagt.

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