Herbstmüde

Morgens ist es kalt und grau und ich mag gar nicht raus gehen. Ja, ein wenig liegt das an der Depression, die mich noch nicht ganz losgelassen hat (der letzte Schub ist zwar vorbei, aber ganz raus bin ich noch nicht). Oder es liegt daran, dass ich mich zuhause einfach sehr wohl fühle. Es könnte auch damit zu tun haben, dass ich im home-office arbeite…. auf jeden Fall gehe ich derzeit nicht gern raus.

Aber es könnte auch daran liegen, dass ich, wenn ich nicht hinaus gehe, keinen Menschen begegne, die mich schief anschauen. Keine Gaffer, keine Fingerzeiger, kein Kichern und Wegdrehen… Ich kann einfach ich sein, ohne dauernd an mein anderssein erinnert zu werden.

Neulich stellte mir jemand eine Frage: Wie erlebst du Diskriminierung im Alltag? Und ich grüble seitdem, weil vieles, was mir im Alltag passiert, keine Diskriminierung im eigentlichen Sinn ist.

Jedenfalls fehlt mir der Sommer ein wenig. Das Licht, die Wärme, … es waren einfach unglaublich schöne Ferien mit der Familie. Und derzeit habe ich Herbst in meiner Seele… ich bin müde. Vielleicht mache ich mir heute Abend eine Kanne Tee, setze mich in die Wanne und genieße die Wärme und Ruhe.

1 Kommentar

  1. Leonie
    ·

    Gaffer, Fingerzeiger etc. – das nennst du nicht Diskriminierung?

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