Halbferien…

Die Kinder sind zuhause. Schon am Mittwoch hatten sie frei. Also nicht ganz. Am Mittwoch war Fortbildungstag für die Lehrer der Schule und entsprechend haben beide einen kleinen Haufen Arbeit mitbekommen. Natürlich haben sie am Mittwoch ausgeschlafen. Und da mich Kind4 angesteckt hatte, war ich darüber sehr froh.

Irgendwann haben sie dann einen Teil der Arbeit gemacht. Gestern war Feiertag und heute…. Die beiden haben gerade mal gefrühstückt. Jetzt dürfen sie ein wenig Freizeit haben und hinterher muss ich die böse sein und sie an die offenen Aufgaben erinnern.

Dieser „Ernst des Lebens“ macht keinen Spaß. Als würden die paar Stunden Lernen an freien Tagen irgendeinen überraschenden riesigen Fortschritt beim Lernerfolg bringen. Ich versteh ja, dass ein Weihnachtsgedicht gelernt werden soll. Während in den 6 Wochen Sommerferien den Eltern kein Werkzeug mitgegeben wird, damit ihre Kinder das Lesen und Rechnen nicht vergessen – wird bei 5 Tagen Freizeit so getan, als müsse man stundenlang Wissen ins Hirn schaufeln, damit das Kind nicht auf das Lernniveau eines Meerschweinchens zurückfällt.

Dieses „1 Stunde dies und das lernen“ ist ohnehin sinnfrei. Ich hab schon als Kind beherrscht, geduldig und Stumm stundenlang vor einem Blatt Papier zu sitzen und dabei auszusehen, als lerne ich etwas. Ich habe auch genauso automatisiert geschrieben, wenn es nötig war. Wahrscheinlich sind es auch genau diese Erinnerungen, die es mir unmöglich machen, einem Kinder dabei auf die Finger zu schauen.

Ach ja: liebe Lehrer, wenn ihr den Kindern zuhause die Aufgabe gebt eine Stunde zu lernen, dann macht es wie in der Schule: 45 Minuten für eine Schulstunde. Was im Stundenplan ausreicht, reicht auch in den „Halbferien“.

3 Kommentare

  1. Eva
    ·

    Wir durften an so einigen Wochenende „nacharbeiten“ und „verbessern“, weil der Mini zu langsam war in der Schule. Das kann einem ein normales WE ganz schön verhageln. Ich schaue daher immer das wir das gleich mit der Hausaufgabe mit durchziehen damit wir uns das restliche WE keine Gedanken darum machen müssen. Und ich nicht die böse sein muß.

    Mich hat es echt erstaunt, daß der Mini dieses Mal am Mittwoch wirklich nur die normale Hausübung + das tägl. lesen mit heim brachte und keine Zusatzsachen mit bekommen hat zum erarbeiten. Sonst werden wir auch desöfteren „überhäuft“. Meine Freude darüber ist immer unermeßlich groß. Beim Großen in der neuen Mittelschule läuft das jetzt alles viel lockerer. Hätte ich nie gedacht.

    Und ich sehe auch keinen wirklichen Sinn dahinter den Kindern die wenige Freizeit die sie mal haben an einem verlängerten WE mit biegen und brechen wegzunehmen in dem sie was erarbeiten müssen was sie sonst in der Schule machen würden – wenn nicht frei wäre. Und die nächsten richtigen Ferien sind für uns erst zu Weihnachten da wir in Ö wohnen.

    Aber eines muß ich unserer Schule zu Gute halten. Über die Ferien gibt es von der Lehrerin ein selbst zusammen gestelltes und ein freiwillig zu machendes Ferienbüchlein. Und ja, ich motiviere meine beiden Kindern zumindest jeden Tag 1 – 2 Seiten zu machen damit sie nicht draus kommen. Zeitaufwand höchstens 15 – 20min.

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    1. Nina Jaros
      ·

      So ein Ferienbüchlein ist eine gute Idee. Es ist ja leider von Lehrer*in zu Lehrer*in unterschiedlich.

      Jedes Wochenende Hausaufgaben nacharbeiten ist ja voll nervig…. für die ganze Familie. Dahingehend haben wir großes Glück mit unseren Lehrer*innen

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      1. Eva
        ·

        Bei uns hat es die Lehrerin vom Großen schon so gemacht bzgl. Ferienbüchlein und die vom Kleinen handhabt es mit dem Ferienbüchlein auch so. Das Kind meiner Schwester ging in der Stadt in die Schule und da gab es nix mit. Sie hat dann selbst was gekauft. Finde das aber nicht so gut, weil oft Sachen mit dabei sind die die Kinder zB nicht gemacht haben oder schon viel zu oft gemacht haben. Bei was selbst zusammen gestellten ist es genau der Stoff den sie wirklich gemacht haben und wo sie gerade sind. Die Lehrerin vom Großen hatte dann für jedes Kind noch einen individuellen Brief mit dazu gelegt wo es ev. noch ein wenig dran arbeiten soll und was es schon super kann.

        Wie hat es die Lehrerin am Elternabend so schön formuliert … Kinder die was Sachen mit heim bekommen sind zu langsam und müssen nacharbeiten. Hausübungen bekommen wir am WE zum verbessern mit heim. Leider! Beim Nacharbeiten geht es um Schulübungen und Freiarbeit die die Kinder in der Schule nicht geschafft haben. Meiner ist in guter Gesellschaft mit ein paar seiner Kompanen. Es wird aber dieses Jahr von Woche zu Woche weniger was er mit heim bekommt und teils gibt auch mal gar nix mehr zusätzlich. Ich hoffe das bleibt so. Es liegt ja hier nicht nur an der Lehrerin sondern auch an unserem Zwergi der ein wenig verträumt ist und noch nie der schnellste war und auch nie sein wird. Muß er auch nicht 😉 Ist einfach sein Gemüt.

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