22 Kommentare

  1. Ms Phye
    ·

    Kann ich einiges von nachempfinden, wenn auch jede Situation sehr individuell ist. Wir (meine Partner und ich) leben ein monogam² anmutendes Beziehungsmodell, indem wir uns eher als geschlossen ansehen (würde definitorisch unter Poly fidelity passen). Soll heißen: Alle leben als Familie zusammen, alle sind verantwortlich und eingebunden bei den Kindern und es ist wie eine doppelte Ehe von meinem Standpunkt aus.

    Was ich berichten kann: Es gab wesentlich weniger Probleme, als ich erst gedacht hatte. Sicher schaut der ein oder andere merkwürdig und nicht jeder kommt damit zurecht (auch wenn es sie überhaupt nicht betrifft … einige fühlen sich durch die Existenz anderer Beziehungsformen schon angegriffen), aber unser Leben verläuft überraschend ’normal‘. Ich persönlich stresse mich inzwischen gar nicht mehr und trage natürlich auch unser Privatleben nicht auf einem Demo-Plakat vor mir her.

    Nach und mit den Jahren wurde es normal. Ich wünsche euch, dass eure Lösung sich finden lässt und etwas zur Beruhigung der Situation beiträgt.

    Kurz zum Treue-Begriff: Ich würde dich definitiv als treu bezeichnen. Du stehst loyal, offen und zuverlässig zu deiner Frau. Sexuelle Treue ist eine Zuschreibung neuerer Zeit zum ursprünglichen Begriff der Treue.

    1. Nina Jaros
      ·

      Danke. Dieser Kommentar tut mir gerade sehr gut. Ich habe ziemlich gezweifelt, ob es gut ist, das zu posten


  2. ·

    Nur kurz: Du bist mir eurem Beziehungsmodell nicht alleine 🙂 Läuft bei uns genauso. Offene Beziehung – sie monogam… Außer mensch interpretiert ihre regelmäßigen Kochorgien für meine Dates als Erotik


  3. ·

    Liebe Nina,
    ich weiß nicht, ob es für dich bedeutungsvoll ist, aber ich bin der Meinung, dass es Menschen in solch privaten Dingen nicht zusteht zu (ver-)urteilen oder (be-)werten.
    Solange keine Gewalt stattfindet und ein Mensch schlimme Dinge erleiden muß, gegen die er sich nicht wehren kann, sollte jeder doch seinen eigenen Weg gehen können, dürfen und sollen.

    In erster Linie freue ich mich einfach, dass Du und deine Frau nach wie vor nach eurem ganz persönlichen Weg sucht – gemeinsam.
    Und freue mich MIT, wenn es gelingt.
    Fertig und aus.
    Liebe Grüße, Luise

  4. Sonja
    ·

    Dritte Personen, in welcher Konstellation auch immer, sollten immer wissen, dass sie nur das sind. Also eine Lücke ausfüllen, nicht mehr.

    1. Nina Jaros
      ·

      Das kommt sehr auf die Beziehung an. Ich denke, dass es durchaus Menschen gibt, für die es anders sein kann.

      1. Sonja
        ·

        Ich bin glücklich geschieden, lebe seither selbst ohne feste Beziehung, und versuchte mehrfach, mit Verheirateten in Beziehungen zu kommen. Als erwünschte und geliebte dritte Person. Waren Konflikte da, war ich gut genug. Fing auf. Tröstete. War da. War alles ok, gingen die Kontakte zurück. Ich war also draußen. Jedesmal. Ich glaube, dritte Person ist Lückenfüller.

  5. Nora
    ·

    Liebe Nina,

    danke für den offenen Text. Es tut gut zu lesen, dass es auch andere Menschen gibt, die so ähnlich denken, leben, fühlen wie ich.
    Ich frage mich immer wieder, aus welchem Grund StiNos mich und meine Art ver- und beurteilen und sich dann auch noch angegriffen fühlen. Mir würde es nicht mal im Traum einfallen, Ihnen vorzuschlagen doch auch mal diese Polygamie auszuprobieren weil Monogamie ja nun echt ne doofe Idee oder BDSM zu entdecken, weil Vanille ja nun echt langweilig ist…
    Dankedankedanke einfach! 🙂
    Und ich wünsche Euch so sehr, dass Ihr euren Weg weiter gemeinsam geht.

    Hab einen schönen Tag,
    Grüße, Nora

    1. Nina Jaros
      ·

      Keine Ursache… Ich möchte kein überharmonisches, sondern ein möglichst realistisches Bild von offener Beziehung/poly zeigen… und BDSM kann echt einfühlsam sein (vielleicht nicht auf der körperlichen Ebene)

      LG,
      Nina

      1. Leonie
        ·

        Wieso denn NICHT auf der körperlichen Ebene? Ganz im Gegenteil muss da eher MEHR Einfühlsamkeit herrschen – auf beiden Seiten.

        1. Nina Jaros
          ·

          Es kommt drauf an. Ich würde das nicht einfühlsam nennen…. Wobei, ja… Es ist einfach…. Es tut weh und gut

  6. Anonymous
    ·

    Hast du kein Problem damit, dass Eltern deiner Kinder das lesen? Also ich hätte eins. Weil dein Intimeben auf so einen öffentlichen Blogg niemand interessiert.

  7. Mariella Gehann
    ·

    Zum vorigen Kommentar – welches Problem?? (wenn Eltern meines/r Kinder DAS lesen?! Und von wegen kein Interesse…! Brauchst es ja nicht lesen….
    Danke Nina, und auch all den anderen schönen Kommentaren. Ja, ich freue mich auch MIT euch, wenn ihr eine Lösung für euch gefunden habt und wünsche innigst, dass ihr damit zufrieden und glücklich leben könnt, auch oder trotz manchem Unverständniss.
    Die Spuren der letzten Jahrhunderte in der Menschheitsgeschichte sind halt noch sehr präsent bei manchen. Davor und in anderen Kulturen gäbe/gab es solche „Probleme“ gar nicht. Also, weiterhin viel Kraft, Weissheit und Liebe auf eurem Weg!!
    PS: ein gutes BDSM-Spiel ist für mich immer einfühlsam, es braucht die Hingabe beider,
    Aktiver und passiver Part. Ich sehe es als eine mögliche Form des Tantra. Achtsamkeit zu üben und zu leben.


  8. ·

    Wer sich mal eine Zeit in der SM-Szene rumgetrieben hat, kennt das Problem zur Genüge: Existierende Partnerschaften aus der VOR-SM-Phase bieten nicht genug Raum zum Ausleben der Neigung – da aber die Sehnsucht groß ist, führt das zur Trennung ODER zu einem Arrangement, das es ermöglicht, mit anderen zu erleben, was mit dem Partner/der Partnerin nicht geht.

    Das ist EIGENTLICH gar keine Neigung zu „offener Beziehung“, sondern schlicht und realistisch die Einsicht, dass Erotik in all ihren Spielarten nur selten mit einem Partner auf Dauer funktioniert.

    SM-Leute haben den Vorteil, das klar erkennen und kommunizieren zu können – weil „die Neigung“ eben sehr stark vom Üblichen abweicht. Doch im Grunde ist es bei Normalerotikern nicht viel anders, es wird nur beschwiegen, verurteilt und nicht kommuniziert.

    1. Sonja
      ·

      Da stimme ich zu.
      Und wie der beschwiegene Sex, so auch sonst die Beziehung.
      Liebe als Schweigeraum.

  9. Alexandra
    ·

    Warum lässt Du es nicht einfach ganz und gar sein über deine Beziehung zu reden ? Denn alleine das “kaum darüber sprechen“ ist schon erstaunlich erschreckend genug.
    Krass was manche TS so alles öffentlich machen nur um ihr völlig verdrehte Werte- und Moralvorstellung selbstdarstellerisch zu inszenieren.

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