Was nun passiert…

Meine Frau hat eine Wohnung gefunden. Mittel Juli wird sie ausziehen und damit verändert sich unsere Familie. Was am Anfang nach einer harten Trennung aussah, könnte sich zu einer Kurzstreckenfernbeziehung entwickeln. Für uns beide ist Familie mehr als ein Wort, Familie ist ein Wert. An diesem wollen wir festhalten. Wir gehen miteinander derzeit oft besser um, als in den Zeiten vor der Trennung. Natürlich nicht immer. Ich bin traurig über diese Entwicklung und versuche manchmal krampfhaft, meine Frau nicht zu verlieren… Und manchmal streiten wir.

Streit. Das ist so ein Thema. Als wir am Anfang der Trennung gemerkt haben, wo wir aggressiv statt konstruktiv miteinander umgingen, haben wir gemeinsam Regeln festgelegt. Und erstaunlicherweise halten wir uns daran. Wir sagen einander, wenn der Tonfall keinen Dialog mehr zulässt, wenn Verallgemeinerungen (auch „immer“ und „nie“) und andere Killerphrasen es unmöglich machen, auf den Standpunkt der jeweils anderen einzugehen. Trotzdem: es ist Streit.

Ich kann noch nicht hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. Ehrlich gesagt habe ich einfach eine riesen Angst. Nicht davor, es nicht schaffen zu können. Nicht davor, mit den Kindern nicht zurecht zu kommen. Davor, dass ich die tollste Frau für immer verlieren könnte, weil meine Psyche so ne krasse Macke hat. Davor, dass ich alle Frauen, die mir je begegnen könnten immer mit ihr vergleichen werde. Davor, dass ich klammere und sie dadurch endgültig verliere.

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